Die Spielregeln für Aktien und den US-Dollar ändern sich

Gute Nachrichten heben den US-Dollar und werden zu schlechten News für Aktien, aber erst wenn die Zeit reif dafür ist.

Letzte Woche sagten einige FOMC-Mitglieder, dass die Fed ihr Anleihenkaufprogramm eher früher als später beenden wird, sogar das Jahr 2013 kam kurzzeitig ins Gespräch. Das war eine echte Überraschung denn welche Gründe gibt es dafür? Seit der Auflegung von QE3 hat sich an den Arbeitslosenzahlen nicht viel bewegt und genau dies setzte sich doch die Fed zum Ziel. Auch wenn man sich die monatlichen Beschäftigungszahlen ansieht die in den Jahren 2011 und 2012 im Mittel bei 153 Tsd Stellen lagen ist aktuell kein Grund für eine Änderung der Geldpolitik ersichtlich, denn der letzte Report lag bei 155 Tsd.

Das Ziel der Fed ist die Arbeitslosenquote von 7,8 auf unter 6,5% zu senken. Seit dieser Bekanntgabe von Ben Bernanke gibt es einige Rechenmodelle im Markt die aufzeigen wie hoch die monatlichen Beschäftigungszahlen ausfallen müssten.

  • Fed Ziel-Zeitrahmen bis Mitte 2015 – ca. 160-180 Tsd. Stellen monatlich erforderlich
  • Frühere Ziel Erreichung bis 2014 – ca. 200 Tsd. Stellen monatlich

Diese Werte sind zurzeit in weiter Ferne und die Fed wird deshalb ihren Kurs wohl noch nicht ändern. Solange dies die Realität ist,  bleiben schlechte Nachrichten weiterhin gute News für Aktien. Gute Nachrichten müssten schon extrem gut sein, um die Spielregeln vorzeitig zu ändern, was nicht erwartet wird. Die Aktienmärkte können bei aktuellen Kursen nahe der Allzeithochs und mit dem Drama der Schuldendecke, die bis Ende Februar angehoben werden muss, jederzeit zurücksetzen, Investoren werden wohl aber hinzukaufen solange die ultra expansive Geldpolitik der Fed Bestand hat und wie ein Gegenwind für fallende Kurse wirkt.

Die Spielregeln werden sich dann ändern, wenn die Arbeitsmarktdaten sichtlich aufhellen und das Ende von QE3 in Sicht kommt. Auch bei QE2 war das Peak beim S&P 500 deutlich früher als das tatsächliche Ende des Kaufprogramms. Sollten einige Marktteilnehmer bereits jetzt auf ein solches Szenario setzen ist es mit großer Wahrscheinlichkeit noch zu früh dafür. Daher sollten Rücksetzer temporär bleiben, zumindest bis Ende 2013. Der Leitfaden ist und bleibt aber der monatliche Arbeitsmarktsmarktbericht.