Währungen – Zusammenfassung – aktueller Stand: AUD,EUR,GBP,JPY,USD

USD-JPY: Höhere Inflationserwartungen in Japan durch die Geldmengenausweitung führen dazu, dass die Realzinsen sinken werden. Infolgedessen kommt es zu Kapitalabflüssen aus dem Land was den Japanischen Yen schwächen wird. Der Leistungsbilanzüberschuss in Japan sinkt weiter. Diese Entwicklung führt langfristig ebenfalls zu einer schwächeren Währung.
AUD-USD: Größte Besorgnis für die Zukunft ist der Peak im Bergbausektor der sich im Laufe des Jahres 2013 einstellen wird. Im Jahr 2012 zum Beispiel kamen ca. 60% des Bruttoinlandsproduktes aus diesem Sektor. Durch Zinssenkungen sollen andere Wirtschaftsbereiche angekurbelt werden um den Rückgang im Bergbau auszugleichen. Ob dies gelingen kann ist jedoch fraglich. Zudem zeigte Chinas Einkaufsmanagerindex zuletzt sinkende Werte, was den Exportsektor in Australien belastet. Die zuvor genannten Ereignisse wirken belastend für den Australische Dollar .
GBP-USD: Negative Realzinsen durch eine hohe Inflation und auf der anderen Seite, eine zu schwache Wirtschaftsleistung trüben die Aussichten stark ein. Um mehr Wachstum zu erzeugen, müsste, das Pfund deutlich abwerten. Zudem drohen in der Zukunft weitere Bonitätsherabstufungen durch das hohe Haushaltsdefizit.
EUR-USD: Die EZB könnte in den kommenden Monaten weitere Lockerungsmaßnahmen vornehmen, was den Euro belasten würde. Verstärktes Vorgehen in den Randstaaten wiederum führt zu einem Rückgang der dortigen Zinsen und wirkt deshalb stützend für den Euro, da die Risikoprämien sinken. Die Wachstumsaussichten für die Eurozone bleiben jedoch schwach. Tendenziell wird erwartet, dass die Wirtschaft in den USA zunehmend an Boden gewinnt und dies letztendlich dazu führen wird, dass die Fed das Anleihenkaufprogramm (QE3) bald zurückfahren oder einstellen kann. Je mehr sich dies in den kommenden Monaten herauskristallisiert, desto stärker wird der Euro gegenüber dem USD unter Druck geraten.