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Forex News: Zentralbank
Report vom 19-09-2010

Forex News: Die Australische Zentralbank gibt am Dienstagmorgen um 5:30 Uhr den Leitzins bekannt. Sollte der Leitzins tatsächlich von 4,5 auf 4,75% angehoben werden, wird dies dem Australischen Dollar deutlich den Rücken stärken und insbesondere AUD-JPY sollte dann aus der momentanen Dreiecksformation nach oben ausbrechen, mit nächstem Kursziel bei 84,00. Aber auch wenn der Leitzins nicht angehoben werden sollte, ist dies kein Anzeichen eines Abschwungs in Australien. Vielmehr ein zurückhalten aufgrund der globalen Gesamtlage. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage in Australien ist mit weiteren Anhebungen in der Zukunft zu rechnen.

In Japan verschärft sich die Lage. Erstmals nach der Intervention vom September findet Anfang dieser Woche eine Sitzung statt. Aufgrund des anhaltend starken Yen, leiden die Geschäftserwartungen in Japan zunehmend. Aus diesem Aspekt ist davon auszugehen, dass die Zentralbank nicht mehr lange stillhalten wird und mit einer erneuten Intervention versuchen wird, den Yen zu schwächen. Das Währungspaar USD-JPY ist ein guter Indikator für einen möglichen Eingriff. Die letzte Intervention fand beim Level 83,00 statt. Wenn die japanische Zentralbank diesen Level erneut verteidigen wird, steht eine Intervention kurz bevor, denn die Kurse befinden sich zurzeit bei 83,20. Die Kurse könnten sich dann erneut schnell auf die 86,00 zu bewegen.

Beim USD wird eine quantitative Lockerung, also ein Ankauf von Staatsanleihen immer wahrscheinlicher. Das Statement der Fed vermittelt, dass es nicht mehr darum geht ob, sondern nur noch wie und wann. Das belastet den USD und beflügelt die Währungspaare EUR-USD, GBP-USD, AUD-USD. Die USA möchte mit allen Mitteln verhindern, dass ein Abgleiten in die Deflation voranschreitet.

Es wird jedoch auch der Tag kommen, an dem die Einschätzungen drehen, denn dies haben wir in der Vergangenheit oft beobachten können. Oftmals ist das erwartete Szenario schlimmer wie das tatsächliche, was bedeutet, wenn die Ankäufe erst einmal stattgefunden haben, der Druck auf den USD nachlassen dürfte und die Marktteilnehmer dann wiederum verschärft schauen, was in Europa  passiert.


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