Konjunktur - 04-04-2010
Die deutsche Industrie profitiert von der steigenden Exportnachfrage. Die leicht anziehende Inflationsrate im Euroraum Richtung Normalniveau, deutet auf eine evtl. frühere Zinsanhebung hin, was ein bullishes Sentiment für den Euro darstellen würde.
In den USA ist der Konsum, der mit eine entscheidende Rolle für die US Konjunktur spielt, auf niedrigem Niveau, mit wenig Impulsen. Auf der anderen Seite werden deutliche Stellenzuwächse im Arbeitsmarkt für die nächsten Monate erwartet.
Die vielleicht entscheidende Information der vergangen Tage ist, dass für den ISM-Index ein deutlicher Rückgang bis zum Sommer erwartet wird. Der ISM-Index ist der wahrscheinlich meist beobachtete Konjunkturvorlaufindikator für die Wirtschaft in den USA. Dies würde bedeuten, dass der USD weiter schwach bleibt und wir dadurch steigende Kurse für den EUR-USD sehen.
Vergleicht man die Kursprognosen der Großbanken, dann sprechen die 3 Monatsprognosen der UBS Bank (1,47) und der Goldman Sachs Bank (1,45) für dieses Szenario. Die Deutsche Bank und die Commerzbank sehen dies etwas differenzierter mit Kursprognosen von 1,35 und 1,38, ebenfalls auf 3 Monatssicht.
Der Arbeitsmarkt in der Schweiz erweist sich robuster als angenommen. Die Konjunktur zeigt Wachstum und dies spricht für einen starken Schweizer Franken, also fundamental bullishes Sentiment für den CHF.
In Großbritannien legte der PMI Index deutlich zu. Eine hohe Zuversicht der Unternehmen und die steigende Inflationsrate sprechen für eine baldige Zinsanhebung und ein bullishes Sentiment. Der nächste Sitzungstermin ist in der nächsten Woche. Aufgrund der bald anstehenden Wahlen, wird jedoch erwartet, dass noch nicht an der Zinsschraube gedreht wird, die Zentralbank also noch etwas abwartet. Wir beobachten genau, wie sich die Daten für die Währung GBP entwickeln. Aufgrund der hohen Inflation steckt hier enormes Aufwärtspotential, wenn die Wirtschaftszahlen im laufenden Jahr positiv ausfallen. Auf Jahressicht also ein fundamental bullishes Sentiment.