Globale Risikowahrnehmung -
Report vom
06-06-2010
Durch den Ankauf von Staatsanleihen, hat die EZB nun schon seit einigen Wochen ihre Unschuld verloren. Die Konsequenzen der Unterstützung angeschlagener Staaten reichen weit in die Zukunft. Lange Zeit wird die EZB nicht zur normalen Geldpolitik zurückkehren können. Der Euro gerät damit zunehmend ins Abseits und hinkt dem USD hinterher. Auf lange Sicht bearishes Sentiment mit Aussicht auf kurze Erholungsphasen.
Die globale Risikowahrnehmung an den Finanzmärkten ist zurzeit auf dem höchsten Niveau seit der Lehman-Pleite. Dies führt allgemein dazu, dass die Investoren aus den Hochzinswährungen herausgehen zurück zum Japanischen Yen und Schweitzer Franken. Dieser Zustand wird aber nicht Dauerhaft bleiben. Zum einen wird die Japanische Zentralbank alles unternehmen um eine weitere Aufwertung des Yen zu verhindern, zum anderen weißen die Staaten mit Hochzinswährungen weiteres Wachstumspotential der Wirtschaft auf.
Das aktuelle Abtauchen ist also keine wirkliche Schwäche, sondern hängt mit der Unsicherheit aufgrund der Euro-Krise zusammen. Die fundamentalen Perlen wie CAD-JPY, NZD-JPY und AUD-JPY sind also zurzeit im Pausemodus. Wenn sich die Märkte die nächste Zeit wieder beruhigen profitieren diese Währungspaare am meisten davon und springen wieder voll an.