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Schlechte US Daten
Report vom 10-07-2011

Forex Trader erleben eine volatile Zeit. Die schlechten Arbeitsmarktdaten könnten zu einem größeren Rücksetzer an den Aktienmärkten führen. Dieser Rücksetzer ist seit längerem überfällig. Fallende Aktienkurse und schwache Wirtschaftsaussichten trüben die Risikobereitschaft der Anleger. Ein solcher Zustand belastet den Australischen Dollar. Ein Rücksetzer wäre gut für erneute Long-Einstiege in Positiontrades. Die Australische Wirtschaft ist nach wie vor stabil. Bis Ende 2012 werden weitere Zinsanhebungen erwartet.

In einer schwachen Phase, begleitet von fallenden US-Aktienkursen, profitiert der Japanische Yen üblicherweise.
USD-JPY könnte deshalb weiter fallen.

Der Schweitzer Franken spiegelt das zunehmende Risiko der Euro-Schuldenkrise. Die Währung zeigt Höchststände und ist technisch betrachtet mittlerweile mehr als deutlich überkauft. Die Schuldenkrise hämmert jedoch weiter und lässt eine deutliche Abwertung im Moment nicht zu.

Die allgemeine Meinung im Markt ist, dass die Schuldenkrise in Europa nicht bewältigt werden kann. Ein Analyst sagte sinngemäß: Die Schuldenkrise in Europa ist wie eine Blinddarm-Entzündung. Je länger man mit der Operation wartet, desto schlimmer wird es.

Gemeint ist damit, der ausbleibende Schuldenschnitt und dass die schwachen Länder in der Eurozone durch die einheitliche Währung keine Chance haben, individuell auf die eigene Wirtschaft zu reagieren. Normalerweise würde ein Land wie Portugal die eigene Währung so stark abwerten, bis die schwache Währung sich positiv auf den Export auswirkt. Die Wirtschaft würde mit diesem Effekt wieder angekurbelt. Mit der Gemeinschaftswährung sind keine individuellen Steuerungen möglich. Die Auswirkungen werden aber an den Anleihenmärkten in Form von enormen Risikozuschlägen und hohen Zinsen sichtbar. Die ständig steigenden Zinsen der Staatsanleihen dieser Länder (Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, Irland…) spiegeln die zunehmende Gefahr eines Zahlungsausfalls wieder. Mit hohen Zinsen, ist es den Ländern irgendwann nicht mehr möglich die Schulden zu finanzieren. Es ist ein Teufelskreislauf, die Politik glaubt zurzeit diesen durchbrechen zu können. Dieser Versuch wird teuer erkauft. Die Frage ist ob, und wie lange dies funktioniert? Und vor allem die Frage, wie viel man noch bereit ist auszugeben, wo ist die gesetzte Schmerzgrenze?

Die Lösung wäre, z.B. im Fall Griechenland ein solches Land offiziell als zahlungsunfähig zu erklären mit der Folge dass Anleger, die griechische Staatsanleihen gekauft haben, enorme Verluste erleiden. Ginge es nur um ein Land, wäre dies nicht so schlimm, jedoch wenn weitere Länder folgen müssten, was durch die Ansteckung wahrscheinlich wäre, könnte eine Bankenkrise in Europa entstehen mit unvorhersehbaren Folgen. Die geplatzte Kreditblase in den USA hatte enorme Ausmaße. Die Frage ist, ob Europa bei einer Bankenkrise ebenfalls den Markt mit Euros fluten würde um sämtliche systemrelevante Banken zu retten?

Das ist wohl die Sorge in den Köpfen der Entscheidungsträger Europas. Deshalb die Entscheidung, das Geld lieber jetzt in Hilfszahlungen zu investieren, als später eine Bankenrettung finanzieren zu müssen. Geht es schief, sehen wir beides - es ist wie ein Pokerspiel.

Spitzt sich die Lage über die nächsten Monate weiter zu, wovon objektiv betrachtet auszugehen ist, könnte es auch zu Austritten aus der EU kommen. Der Wirbel am Finanzmarkt wäre zuerst einmal enorm, danach würde der Euro aber stark aufwerten, da damit ein Zeichen gesetzt würde, dass jedes Land, dass seine Schulden nicht selbst in den Griff bekommt den Euroraum verlassen muss.

Die Betrachtungen sind rein hypothetisch, trotzdem gibt es Anzeichen, dass eine Marktbereinigung unausweichlich wird. Immer neue und größere Hilfspakete können keine dauerhafte Lösung sein.


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