Die EZB und die Inflationsgefahr -
Report vom
23-05-2010
Die aktuelle Marktlage eignet sich nicht für langfristige Positionen, der Markt wird zurzeit hauptsächlich durch politische Entscheidungen bewegt, die sich ständig ändern können. Diese Unsicherheit und Richtungsänderungen spiegeln sich in sehr hohen täglichen Handelsbereichen wieder. Die Kurse einiger Yen Währungspaare legten über 600 Pips an einem Tag zurück, als der Risikoappetit der Investoren schlagartig abnahm und das Geld massenweise aus den Risikogeschäften abgezogen wurde. Dieser Zustand könnte noch länger anhalten, was dazuführen würde, dass die Carry_Trades-Währungspaare AUD-JPY, NZD-JPY, GBP-JPY und auch CAD-JPY weiter unter Druck kommen. Diese Erholung schafft auf der anderen Seite wieder gute Grundlagen für neue Trends, wenn sich die Lage etwas beruhigt und die Anleger wieder zu mehr Risiko bereit sind (Mehr dazu im Wochenausblickvideo).
Die Lage für den Euro scheint sich zu stabilisieren, infolgedessen nimmt die Nachfrage nach Gold (das die ganze Zeit als sicherer Hafen diente) ab. Es besteht eine gute Chance für den Euro, sich weiter zu stabilisieren. Abhängig ist das ganze Vorhaben von den politischen Entscheidungen, die für die nächste Zeit noch anstehen. Hier ist wirklich zu hoffen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden.
Wie bereits im letzten Report erwähnt, werden die Investoren das Vertrauen zurückgewinnen, wenn sie sehen, dass der richtige Weg geebnet wird.
Die große Gefahr, die langfristig auf die Eurozone zukommen wird, ist die Inflation. Momentan ist davon nichts zu spüren, auch der Inflationsdruck ist gering, was die EZB in naher Zukunft nicht unter Druck setzen wird die Zinsen anheben zu müssen.
Die aktuellen Interventionen, die von der Europäischen Zentralbank in großem Umfang durchgeführt werden um die angeschlagenen Staaten der Eurozone zu stützen und mit Kapital zu versorgen, fördern die Inflation in einem großen Maße. Zu spüren bekommen werden wir dies aber erst in 2 – 3 Jahren. Es ist eben immer ein zweischneidiges Schwert, das was jetzt hilft kommt bald wie ein Boomerang zurück. Es ist aber nun jedem klar geworden, dass die Politik und die EZB alles nur Mögliche tun werden um die Eurozone zu erhalten. Interessant ist, dass die Grundvoraussetzungen und Fundamentaldaten im Euroraum günstiger sind, wie in den andern Industriestaaten.