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Forex Report-28-02-2010

Die aktuelle Wirtschaftslage spaltet zurzeit die Anleger in zwei Gruppen. Die eine Gruppe sieht alles tief schwarz, sieht den großen Crash im Sommer 2010 kommen und geht davon aus, dass der Euro demnächst wieder abgeschafft wird.
Die zweite Gruppe bewertet die Talfahrt, die wir in den vergangenen Monaten gesehen haben als fürchterlich, aber sieht diese als beendet an und geht davon aus, dass die Wirtschaft nun langsam aber kontinuierlich wieder anläuft.

Nun zu den klaren Fakten:
Die institutionellen Anleger sind momentan in einer Warteposition. Zurzeit weiß niemand was wirklich passieren wird. Die Hilfspakete der Regierungen laufen aus, und dann stellt sich die Frage, ob die Wirtschaft von selbst in Schwung kommt oder nicht. Dies kann im Moment niemand vorhersagen, dies wird sich erst Mitte des Jahres zeigen.
Langfristig ist so oder so von einer deutlich höheren Inflation auszugehen, da dies der einzige Weg ist um die Staatsschulden abzubauen. Wenn die Wirtschaft dieses Jahr nicht anläuft, und evtl. weitere Hilfestellungen erforderlich werden, würde dies bedeuten, dass wir in eine ausgeprägte Deflation geraten könnten
Was dies bedeutet beschreibt Wikipedia sehr gut: Hier der direkte Link

Dass die Eurozone auseinander brechen wird, davon gehen die Banken nicht aus. Vielmehr wird darüber spekuliert, dass der Fall Griechenland, schon längst erledigt sein könnte, aber die konkreten Hilfestellungen bewusst noch nicht 100% zugesichert wurden, bzw. noch keine konkreten Lösungsvorschläge erarbeitet wurden um die Spannung im Finanzmarkt aufrecht zu erhalten. Denn diese Spannung führt ja letztendlich zu einer Abwertung des Euros gegenüber dem USD und dies wiederum führt dazu, dass die Exporte gestützt werden. Bessere Exporte bedeuten wiederum mehr Produktion und ansteigende Wirtschaftsleistung. Dies ist doch genau dass, was wir brauchen und möchten, ohne dass die Regierung neue Hilfspakete schnüren muss.

Von all dem profitiert momentan der Japanische Yen (JPY). Sobald eine Aufhellung im Finanzmarkt sichtbar wird, sollten wir für EUR-JPY deutlich steigende Kurse sehen.

Der USD ist momentan schwer angeschlagen, und die Marktbeobachter gehen davon aus, dass das Jahr 2010 für die US Banken noch härter wird als 2009. Die letzten Wirtschaftdaten, mit steigender Arbeitslosigkeit und dem Einbruch des Konsumentenvertrauens zeigen, dass wir für den USD für das Jahr 2010 keine Stärke erwarten können.
Sobald die Marktteilnehmer das Augenmerk wieder von Griechenland und dem angespannten Euroverhältnis abwenden, sollten wir für EUR-USD bis Jahresende ebenfalls deutlich steigende Kurse sehen. Das aktuelle Risiko zurzeit ist, dass das aktuelle Kursniveau noch nicht der Boden für einen langfristigen Kursanstieg seine könnte, auch wenn die technische Chartbildung evtl. darauf hindeutet.
Denn die beiden nächsten Treffen der Beteiligten mit dem Thema Griechenland, finden am 16.März und 15 Mai statt. Solange also hier keine eindeutige Klärung stattgefunden hat, wäre auch ein Szenario denkbar, dass der EUR-USD weiter unter Druck kommt und die Preislevel bei 1.3000 testet.
Für Tradingeinstiege in langfristige Positionen wäre dies keine schlechte Ausgangsposition und deutlich besser wie die Aktuelle.

 Risikohinweis hier lesen