Carry Trades - 28-03-2010
Die japanische Zentralbank geht einen völlig anderen Weg. Während die anderen Zentralbanken die unkonventionellen Programme langsam wieder zurückfahren, erhöht die japanische Zentralbank die Maßnahmen von 10 Bill. auf 20 Bill. Dies soll der weiteren Aufwertung des Yen Einhalt gebieten und die Exportwirtschaft stärken. Mit dieser Entscheidung fördert Japan den globalen Risikoappetit. Im Klartext heißt dies, dass in Zukunft die Carry Trades wieder verstärkt ein Thema werden. Wie im letzten Report bereits erwähnt, ist der hohe Verschuldungsgrad Japans eine weitre Belastung für die Währung. Wenn wir die nächste Zeit weiter positive Meldungen für den USD sehen, und die Richtung weiter langsam aufwärts geht, steigt der USD-JPY bis Jahresende in Richtung 100,00. Aktuell notiert die Währung bei 92.50
Die kommende Woche stehen wichtige Wirtschaftsdaten für den USD an. Der Chicago PMI am Mittwoch, der ISM-Index am Donnerstag und der Arbeitsmarktbericht am Freitag. Die Einschätzung vieler Analysten ist, dass diese Daten positiv ausfallen werden und somit weiter den USD stützen könnten in der kommenden Tradingwoche.
Der EUR hat sich am Freitag kräftig erholt, nachdem die Regierungen im Notfall eine finanzielle Unterstützung für Griechenland zugesichert haben. Der ifo Index viel ebenfalls gut aus. Somit ist fundamental momentan kein Belastungsfaktor im Markt, der den Euro drückt. EUR-JPY besitzt deshalb ein fundamental bullishes Sentiment.