Forex
Report vom
29-01-2012
COT: Die COT-Daten sprechen weiterhin für eine Risk-on Rallye im Laufe der nächsten Wochen. Der US-Dollar könnte weiter abwerten – wir sehen Extremwerte in der prozentualen und absoluten Positionierung. Nur schlechte Nachrichten aus der Eurozone oder gute US-Wachstumsdaten können diese Richtung kurzfristig durchqueren. Interessant ist jedoch, dass bei einer jüngsten Unternehmensumfrage in der Eurozone mehr als 2/3 aller Befragten innerhalb der nächsten 3 Monate von erheblichen Ereignisrisiken ausgehen. Diese gibt es auch bereits. Portugals Anleihen verzeichneten diese Woche neue Höchststände, den Markt interessierte das bisweilen wenig. Interessant ist auch dass die aktuelle Aufwärtsbewegung beim Euro nicht das Resultat von Gewinnmitnahmen ist. Die Short-Positionen befinden sich weiterhin im Markt, das heißt die Teilnehmer rechnen mit einem baldigen Rücksetzer und nicht mit einer schnellen Lösung der Euro-Probleme.
EUR-USD: Der Euro bekam deutliche Unterstützung von der US-Notenbank. Diese gab bekannt die Zinsen länger als bisher erwartet im niedrigen Bereich zu halten. Darunter leidet die USD-JPY Aufwärtsbewegung. Während der Griechenland-Deal noch immer nicht abgeschlossen ist, kletterten 10jährige portugiesische Anleihen auf einen Rekordwert von 15,2%. Die aktuelle Aufwärtsbewegung könnte sich als Countertrend in einem längeren Abwärtstrend herausstellen. Ist dies der Fall dürfte EUR-USD im ersten Halbjahr nicht über 1,3700 steigen (weitere Details siehe im Video). Am Montag tagt der nächste EU-Gipfel, es soll der Fiskalpakt für solide Staatsfinanzen verankert werden. Das US-BIP am Freitag lieferte nach geschätzten 3,0 einen Wert von 2,8. Einige Analysten gehen daraufhin davon aus, dass QE3 kommen wird, was den US-Dollar dann schwächen würde. Dieses Szenario wäre im Einklang mit den aktuellen COT-Daten.
EUR-CHF Das KOF-Konjunkturbarometer in der Schweiz sank auf -0,17, erwartet wurden -0,05. Die weiterhin schwache Wirtschaft untermauert die Wahrscheinlichkeit für eine künftige Anhebung des 1,20er Bodens. Offizielle Kauforders liegen weiterhin bei 1,2060/50 und 1,2025 und schützen den aktuellen Boden.
AUD Der Australische Dollar profitierte von der breiten Risk-on Rallye. Die nächste Notenbanksitzung findet am 07-Februar statt. Im Markt kursieren Annahmen einer Zinssenkung von 25 Basispunkten. Damit würde der AUD weiterhin an Zinsunterstützung verlieren. Eine Investmentbank sieht den AUD deshalb innerhalb der nächsten 3 Monate wieder im Bereich 1,00. Aktuell ist der AUD überbewertet.